Rezensionen:

 

In der seit 1990 in Berlin erscheinenden

   sozialwissenschaftlichen Fachzeitschrift

   "Berliner Debatte Initial" war zu lesen:

                                          (25. Jahrgang 2014/2)

"(…) Mit seinen Ausführungen prangert Faller einen Missstand im öffentlichen Schulwesen an, der für die vielfältige Verflechtung von Kirche und Staat symptomatisch ist. Dadurch, dass Faller scharfe Kritik am organisierten Christentum übt, aber nicht auf konkrete Christen zielt, also Ideologiekritik übt, statt Akteure persönlich anzugreifen, hat das Buch das Potenzial, eine notwendige breite Debatte über die Verletzung weltanschaulicher Freiheit an staatlichen Schulen anzustoßen."

 

Der Soziologe und Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber schreibt in seiner Rezension beim Humanistischen Pressedienst: (http://hpd.de/node/18381)

"(…) Das Buch “Der Kruzifixstreit” macht somit auf eine interessante Problematik aufmerksam: Es gibt ein eindeutiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts, was ebenso wenig eindeutig kaum umgesetzt wurde. Insofern verdient Fallers Werk allein schon deswegen Aufmerksamkeit, weil hier ein Gegensatz von Rechtssprechung und Praxis deutlich wird. (…)"

 

Auf dem von der Stiftung Wissenschaft und Demokratie herausgegebenen Portal für Politikwissenschaft schrieb der Politikwissenschaftler Christian Patz: (http://pw-portal.de/rezension/37461-der-kruzifixstreit-oder-warum-schule-saekular-sein-muss-45732)

"Christliche und auch zunehmend andere Religionen [sind] „als Bestandteil der Wertegemeinschaft Europas“ zu sehen, „aber nicht mehr als [ihr] alleiniges Wesensmerkmal“. Dieses Urteil verbindet Faller mit der Forderung nach einer säkularen Schule. Er untermauert sein Argument abschließend, indem er das Diktum Wolfgang Böckenfördes auch als ein Plädoyer für eine säkulare Schule heranzieht. Demnach lebt zwar der freiheitlichsäkulare Staat von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann; Bildungs und Schulpolitik können jedoch ein Mittel des Staates sein, die moralische Substanz seiner Bürger zumindest zu schützen und zu stützen."

 

Der Rezensent Rainer Ponitka schreibt im politischen Magazin für Konfessionslose und AtheistInnen, FreidenkerInnen, HumanistInnen und SkeptikerInnen (MIZ 2/2014)

"(..) Das vorliegende Werk ist eine gelungene Argumentation für eine säkulare Schule, die weder von Religion noch von nichtreligiösen Weltanschauungen vereinnahmt wird - in welcher aber in der Außenperspektive über beide informiert wird. Der folgerichtige nächste Schritt wäre die Forderung nach der bekenntnisfreien Schule als öffentliche Regelschule."

 

Armin Held schrieb als Kundenrezension bei Amazon:

Aus dem scheinbar eng gefassten Thema entsteht dank der umfangreichen Hintergrundsrecherche und den vielen historischen und politischen Bezügen ein spannender und gut zu lesender Einblick in die Religionsgeschichte und in die deutsche Bildungspolitik.
Beim Lesen bemerkt man, was alles hinter dieser zuvor klein gedachten Frage steht und wie wenig davon im Allgemeinbewusstsein lebt. Eine sehr lohnende Analyse zu einem in seiner Tiefendimension deutlich unterschätzten Thema.

 

Andreas Edmüller schrieb als Kundenrezension bei Amazon:

"Ulf Fallers Buch umreißt einen Themenkreis, der weit über den im Titel benannten hinausgeht. Er liefert zuverlässige und umfassende Hintergrunddaten zur Kruzifixdebatte und erklärt sehr plausibel, warum auf christlicher Seite das Thema vor allem für die Katholiken so wichtig ist. Faller macht dann so stimmig wie nachvollziehbar klar, dass die Werte, auf denen unsere politische Kultur beruht, gerade nicht aus dem Christentum stammen. Sie wurden diesem im Rahmen des zivilisatorischen Projektes der Aufklärung Schritt für Schritt abgerungen. Schließlich entwirft er ein so überzeugendes wie solide mit Argumenten abgesichertes Plädoyer für ein säkulares Schulsystem.
Diese sehr kurze Inhaltsskizze zeigt bereits, dass das Buch für zahlreiche zeitgenössische Debatten wichtig ist, die weit über die Kruzifixfrage hinausgehen: Sollen wir flächendeckenden Islamunterricht an unseren Schulen einführen? Welche Rolle sollten die Religionen in unserem Schulsystem grundsätzlich spielen? Welchen Einfluss sollten wir Kirchen und Theologen auf unsere Schulen und deren Lehrpläne einräumen? Wie sollen wir mit dem Wunsch von Schülern oder Lehrern umgehen, religiöse Symbole offensiv zur Schau zu tragen? Wie müsste eine säkulare Schule aussehen, die sich der Herausforderung zunehmender religiöser Polarisierung in der Gesellschaft professionell und erfolgversprechend stellt? Welchen Beitrag dazu sollten wir von den Eltern einfordern?
Diese Fragen sind wichtig - und Ulf Fallers Buch ist eine große Hilfe dabei, sie argumentativ sauber zu diskutieren und zu beantworten."