Meine Anliegen:

 

Engagement im Bereich Natur- und Umweltpädagogik: Die städtische Lebensweise entfremdet den Menschen von seiner natürlichen Umwelt. Nachhaltiger Naturschutz muss daher auch pädagogisch ansetzen. Mit diesem Anliegen war ich in den 1990'er Jahren als freischaffender Dozent in der Natur- und Umweltpädagogik mit Jugendlichen und Erwachsenen tätig. Die Umweltagenda des Georg-Büchner-Gymnasiums machte es möglich, dort einen Kräutergarten für die Unterstufe aufzubauen. Am Scheffelgymnasium entstand ein "Agenda21-Projekt", in dem es darum geht, das Schulgelände für kulturfolgende Wildtiere, vor allem Blüten besuchende Insekten, nachhaltig attraktiv zu machen. Dieses Projekt realisiert damit das Agenda21-Motto der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992: "Global denken, lokal handeln".

 

Politisches Engagement für eine säkulare Gestaltung unserer Gesellschaft: Weltanschaulicher und religiöser Pluralismus ist eine Realität in unserer Gesellschaft. Diese Vielfalt birgt Chancen und Risiken. Chancen, weil die absehbaren sozialen und ökologischen Probleme kreative Antworten verlangen, die die kulturellen Ressourcen der ganzen Menschheit herausfordern. Risiken, weil im Besonderen religiöse Vorstellungen zwar den inneren Gruppenzusammenhalt fördern, aber die Tendenz haben, sich gegenüber Menschen anderen Glaubens oder Nichtglaubens abzugrenzen. Durch den unzeitgemäß dominanten Einfluss kirchlicher Institutionen auf unsere Gesellschaft zum Beispiel im Bereich der Bildung und im Sozialwesen kommt es schon heute zur Benachteiligung der Menschen, die keiner Konfession angehören. Das sind immerhin rund 40 % der Bevölkerung, Tendenz steigend.

         Seit meinem Kirchenaustritt zur Volljährigkeit gehöre ich dieser Gruppe an und kenne die Problemlage nur zu gut. Vor diesem Hintergrund ist meine erste Publikation entstanden. Wollen wir auch zukünftig in Frieden und Freiheit zusammenleben, brauchen wir eine laizistische Ausrichtung in allen öffentlich-staatlichen Einrichtungen. Die Aktivitäten der Giordano Bruno Stiftung, zu deren Fördermitgliedern ich gehöre, tragen dazu bei, für dieses Thema politisches Problembewusstsein zu wecken.

 

Im Zentrum meines pädagogischen Engagements steht das humanistische Bildungsideal. Es weist auf zwei pädagogische Ziele: Zum einen will es den Heranwachsenden befähigen, Autor seines eigenen Lebens zu werden. Andererseits gilt es ein Empfinden dafür zu wecken, sich über weltanschauliche Grenzen hinweg als Teil der ganzen Menschheit zu begreifen, ja als Teil der belebten und unbelebten Mitwelt unseres kostbaren Planeten Erde.

      Meine Überzeugung ist, dass der naturwissenschaftliche Unterricht einen wesentlichen Beitrag zur humanistischen Bildung leisten kann. Methodisch durch die Schulung der Beobachtung und ihrer gedanklichen Durchdringung, die genauso Freude am Erkannten weckt, wie sie bescheiden und offen macht gegenüber den immer weiterführenden Fragen, die sich auf diese Weise auftun. Inhaltlich dadurch, dass er über trennende Kulturgrenzen hinweg das bewusst macht, was allen Menschen gemeinsam ist, und zudem die untrennbare Einbindung des Menschen in die Natur aufzeigt.